
Vier neue Kompositionen, inspiriert von koreanischem Pansori, von
Niloufar SHAHBAZI, CHEN Chengwen, Jungeung PARK, Joachim HEINTZ
für
Soohyun MOON (Stimme), Sori CHOI (Buk) und Elektronik
22. – 29. November 2025
Konzerte in Hannover, Essen, Bremen
Schulbesuche, Publikumsgespräche, Vermittlungsveranstaltungen









Pansori ist eine einzigartige musikalische Kunstform, bei der Geschichten von einem Duo aus Sänger:in und Schlagzeuger:in dargestellt werden. Erhalten sind fünf dieser Geschichten, von denen jede bei einer Aufführung mehrere Stunden in Anspruch nimmt. Ursprünglich auf Marktplätzen im bäuerlichen Korea des 18. Jahrhunderts dargeboten, wurde Pansori im Verlauf des 19. Jahrhunderts auch von den herrschenden Schichten anerkannt und ist seit 2003 in der Liste des UNESCO Weltkulturerbes.
Pansori Prismen wirft neue musikalische Blicke auf diese Tradition, von vier Perspektiven einer zeitgenössischen Musik aus. Am Anfang des Projekts stand ein ausführlicher Online-Workshop, in dem die beiden Musikerinnen Soohyun Moon (Gesang) und Sori Choi (Schlagzeug) den beteiligten Komponist:innen die Geschichte und musikalische Praxis des Pansori erläutert haben. Niloufar Shahbazi (* 1995 Iran), CHEN Chengwen (* 1980 Taiwan), Jungeun Park (* 1986 Korea) und Joachim Heintz (*1961 Deutschland) entwickelten dann ihre je eigenen Ideen und arbeiteten sie in engem Kontakt mit den beiden Musikerinnen aus. Musikalische Gestaltungsmittel, Texte oder Aufführungssituationen des Pansori gingen so in unterschiedlicher Weise in die Kompositionen ein. Ebenso unterschiedlich wird Elektronik in den vier Kompositionen benutzt.
Das Projekt ist Younghi Pagh-Paan gewidmet, die für einige der Beteiligten unschätzbare Impulse und Unterstützung gegeben hat. Sie zeigt in ihrem Leben und Komponieren, dass neue Musik nicht nur in der westlichen Tradition zu verorten ist, sondern als offene und auf Dialog ausgerichtete Ausdrucksform weiterentwickelt werden will.
Förderer






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